Frankenstein, Freud und übernatürliche Weltenlenker

Dass ich an keine übernatürlichen Weltenlenker glaube, habe ich bereits zur Genüge etabliert. Dass ich kein großer Fan der Medizin bin, hatte ich auch bereits erwähnt. Letzteres möchte ich revidieren oder vielmehr präzisieren. Es geht mir speziell um die zwischenmenschliche Komponente bei Ärzt:innen, die mir meist fehlt. Als würde der Selbstschutz die Empathiefähigkeit intrinsisch ausschließen. Vielleicht ist es auch so. Ich weiß es nicht. Bin weder Psychologe noch Soziologe. Ich habe im Hörbuch von Rutger Bregmans Im Grunde Gut (oder war es bei Yuval Noah Hararis Sapiens ?!) gehört, dass der Mensch nur für maximal 150 Menschen wirklich Empathie aufbringen kann. Vielleicht muss sich der Mediziner also auf seine fachliche Kompetenz versteifen, um beruflich wie psychisch zu überleben. Daher wirken sie auf mich immer ein wenig wie Dr. Frankensteins: unbeholfen im sozialen Miteinander, latent abwesend, überfordert, aber dennoch völlig vernarrt in ihre Materie. So sehr, dass sie die Patien...